Das dritte „C“ steht für den Schliff des Diamanten (Cut)

Der Schliff eines Diamanten macht den Unterschied. Erst durch eine gekonnte Schliffausführung bekommt der Diamant seine begehrenswerte Form und erhält damit das einzigartige Lichtspiel. Die Brillanz und das Feuer (Dispersion) eines Brillanten kosten im Schleifprozess 60 Prozent des ursprünglichen Steingewichtes in der Rohform. Es gibt 5 Schliffgrade von gering bis exzellent. Die Schliffnote bezieht sich allerdings nur auf den Brillantschliff und klassifiziert die Proportionen und die Schliffausführung, also Symmetrie und Politur. Der Schliff ist von allen 4 C das Komplizierteste, gleichzeitig aber auch das Interessanteste: Entscheidet hier doch die Arbeit, Sorgfalt und das Können des Menschen, über das Erscheinungsbild eines perfekten Naturproduktes. Der Mensch ist es, der der Natur im wahrsten Sinne des Wortes den letzten – und entscheidenden – Schliff gibt!

Der Weg des Lichts

Die folgende Skizze zeigt wie wichtig der Schliff ist, da er den Weg des Lichts innerhalb des Diamanten führt:
Die Proportionen der Skizze in der Mitte sind ideal, links daneben ist der Diamant zu flach und rechts zu tief geschliffen. Das hat jeweils Auswirkungen auf das Lichtspiel.

"zu flach"
„zu flach“
"ideal"
„ideal“
"zu tief"
„zu tief“

Brillanz

Die namensgebende Eigenschaft des Brillanten, die Brillanz, beschreibt wie weisses Licht im Stein reflektiert und in das Auge des Betrachters zurückgeworfen wird. Hier zeigt sich noch einmal wie wichtig die Proportionen und die richtige Anordnung der Facetten sind, damit möglichst viel Licht zurückgeworfen werden kann.

Funkeln

Das faszinierende Funkeln des Diamanten entsteht durch das Zusammenspiel von reflektierenden und spiegelnden Facetten innerhalb des Diamanten. Das Ergebnis ist ein lebendiges Bild aus schwarz und weiss.

Feuer

Als Feuer eines Diamanten bezeichnet man die Aufspaltung von weissem Licht in die Regenbogenfarben. In der Fachsprache wird die Zerlegung von Licht in seine Spektralfarben auch Dispersion genannt. 
Die unterschiedlichen Parameter innerhalb eines Schliffgrades sind keine Unterschiede in der Güte wie ein Beispiel anhand der variierenden Tafelgröße einer exzellenten Schliffnote zeigt:

Große Tafel vs. kleine Tafel
Große Tafel vs. kleine Tafel

Je größer die Tafel, desto mehr Licht wird aus dem Diamanten über die Tafel zurückgeworfen und desto höher die Brillanz. Je kleiner die Tafel, desto größer wird der lichtbrechende Bereich was mehr Feuer und Farbspiel generiert. Am Ende des Tages ist die Wahl der spezifischen Parameter innerhalb eines Schliffgrades eine Frage des Geschmacks. In Europa bevorzugt man traditionell größere Tafeln, in Amerika sind kleinere Tafeln wünschenswert.

Schliffgrad
Erklärung
 Exzellent Fast das gesamte Licht wird durch die perfekten Proportionen und die richtige Anordnung der Facetten reflektiert. Dadurch wird Feuer und Brillanz maximiert und der Diamant hat ein sehr lebhaftes Erscheinungsbild.
Sehr gut Der Schliffgrad „Sehr gut“ garantiert ein lebhaftes Lichtspiel des Diamanten. Im direkten Vergleich zu exzellenten Proportionen ist die Brillanz nur leicht gemindert, dafür brillliert er mitunter mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.
Gut Immer noch ein schöner Schliff, jedoch merklich preiswerter als „Sehr gut“. Entsprechend geringer ist auch Feuer und Brillanz des Diamanten.
Mittel / Ausreichend Ein Diamant mit mittlerem Schliffgrad kann mitunter auch ein interessanter Schmuckstein sein. Die Brillanz ist sichtbar geringer als bei höheren Schliffgraden. Diamant Agentur empfiehlt den höchsten Schliffgrad innerhalb Ihres Budgets zu wählen.
Gering Der Schliffgrad „Gering“ beschreibt Diamanten, die entweder zu tief oder zu flach geschliffen sind. Beides geht auf Kosten von Brillanz und Feuer, denn der Weg des Lichts innerhalb des Diamanten ist nicht optimiert wie oben in der Grafik beschrieben. Diamant Agentur empfiehlt den höchsten Schliffgrad innerhalb Ihres Budgets zu